Wissensbasierte Plattform zur Vorhersage von Mobilitätsengpässen und Förderung nachhaltiger Verhaltensänderungen


Das EcoMove Projekt entwickelt neue Methoden, um die Bewegung von Personen in Städten zu planen, zu beobachten und unter Berücksichtigung nachhaltiger Mobilitätskonzepte zu lenken. Mittels visueller Echtzeit-Analyseverfahren erhalten Stakeholder Zugriff auf anonymisierte Mobilitätsdaten aus heterogenen Quellen (WiFi Device Flow, Nachrichten, User-Generierte Inhalte, Verkehrsdaten). Die methodischen Erkenntnisse sollen konkrete Hilfestellungen bieten, wie Substitution, Verlagerung und Verzicht auf (schädliche) Mobilität auf effiziente Art und Weise erreicht werden können. Zu diesem Zweck werden innovative Vorhersagemodelle angewandt, um künftige Mobilitätsengpässe (Einschränkungen der persönlichen Mobilität) zu prognostizieren und sowohl Einwohner als auch Touristen mit maßgeschneiderten Informationen hinsichtlich ihrer Mobilitätsoptionen zu versorgen.

Die Planung, Beobachtung und Steuerung urbaner Mobilität wird aufgrund zunehmender Verstädterung, vielfältiger Mobilitätsangebote und steigender Anforderungen der NutzerInnen komplexer. Integrierte Information über Kapazitätsengpässe der Verkehrsinfrastruktur in Kombination mit aktuellen und zukünftigen Ereignisse sind nur bedingt verfügbar. Dies führt zu Mobilitätseinschränkungen, Überlastung bestehender Verkehrsangebote und negativen Auswirkungen auf die Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung und die Wahrnehmung durch Touristen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen wird im Rahmen des EcoMove Projekts ein neuartiger wissensbasierter Ansatz zur effizienten und ökologisch nachhaltigen Fortbewegung von NutzerInnen in Städten entwickelt, mit dem maßgeschneiderte Informationen zu verfügbaren Mobilitätsoptionen in Echtzeit zur Verfügung gestellt werden können. Zu diesem Zweck werden für die Bevölkerung, Touristen und professionelle Stakeholder sowohl Empfehlungen zur Substitution, Verlagerung und Vermeidung im Sinne einer suffizienten Mobilität in visueller Form bereitgestellt. Als Use Case ist die Stadt Wien vorgesehen, wenngleich die zu entwickelnden Methoden generischer Natur sind und die meisten Datensätze österreichweit erfasst werden, um eine spätere Replikation im Rahmen von Folgeprojekten zu ermöglichen.